Die Volksschule Steindorf am Ossiacher See wird im Sommer 2026 ihre Türen für immer schließen.
Die geplante Schließung der Volksschule Steindorf am Ossiacher See zum Sommer 2026 ist ein schwerer Schlag für den Ort! Nach der bereits realisierten Schließung der Expositurklasse in Tiffen steht nun auch Steindorf vor dem Aus – trotz aller Bemühungen und Proteste von Eltern und Bevölkerung. Der Grund liegt in einer bürokratischen Vorgabe: Laut Kärntner Schulgesetz müssen mindestens 30 schulpflichtige Kinder aus der Umgebung angemeldet sein, um eine Volksschule zu erhalten. Doch im Schuljahr 2025/2026 werden nur noch 28 Kinder an der Schule sein, von denen 12 die 4. Klasse abschließen. Somit unterschreitet Steindorf die gesetzlich vorgeschriebene Mindestzahl.
Als letzter Unterrichtstag ist der 10. Juli 2026 vorgesehen. Danach sollen die Schüler gemeinsam mit den Klassen aus Bodensdorf und Tiffen in einem neu geschaffenen Bildungszentrum in Bodensdorf unterrichtet werden. Das dortige Schulgebäude wird umfassend saniert und mit moderner Technik wie Whiteboard-Multifunktionstafeln ausgestattet, um den Umzug zu ermöglichen.
Trotz des Widerstands aus der Bevölkerung und dem engagierten Einsatz des Elternvereins hält die Bildungsdirektion an dieser Entscheidung fest und sieht sie als unumgänglich an, angesichts der gesetzlichen Bestimmungen und der rückläufigen Kinderzahlen.
Wir fordern jetzt, dass bei der Umsetzung der Maßnahme alle Beteiligten eng eingebunden werden und darauf geachtet wird, dass die Qualität der Bildung und die soziale Gemeinschaft in unserer Region erhalten bleiben. Die Schließung Steindorfs darf nicht das Ende einer lebendigen Dorfschule bedeuten, sondern muss als Chance für einen Neuanfang im gemeinsamen Bildungszentrum genutzt werden!
