Immer wieder Ziel von Attacken an Radarkästen
Das Nordufer des Ossiacher Sees gilt inzwischen als eine der gefährlichsten Stellen für Radarkästen in Österreich. Entlang der stark befahrenen B 94 Ossiacher Straße wurden die Geschwindigkeitsmessgeräte in den vergangenen Jahren mehrfach beschädigt oder zerstört.
In Annenheim wurde ein Radarkasten im September 2021 mit Pyrotechnik gesprengt. In Sattendorf war derselbe Kasten bereits zuvor mit einer Pistole beschossen worden. Damals hielt sich der Schaden allerdings in Grenzen. Im Juli 2026 wurde das Gerät schließlich bei einem Verkehrsunfall von einem Autofahrer mit voller Wucht erfasst und komplett zerstört.
Leerer Sockel sorgt für Unruhe
Seit dem Unfall steht in Sattendorf nur noch der leere Sockel. Für Anrainer und Urlauber ist die Situation besonders problematisch, weil an dieser Stelle viele Fußgänger die stark befahrene Straße überqueren, um zum See zu gelangen.
Anwohner berichten, dass manche Autofahrer seit dem Ausfall des Radars deutlich schneller unterwegs seien. Ohne die bremsende Wirkung des Messgeräts sei das Überqueren der Straße inzwischen besonders gefährlich.
Wiederaufstellung verzögert sich
Die Landesverkehrsabteilung der Kärntner Polizei hat bestätigt, dass der Radarkasten repariert und wieder aufgestellt werden soll. Die Montage verzögert sich jedoch, weil zunächst die Abwicklung des Versicherungsfalls mit der Versicherung des Unfalllenkers abgeschlossen werden muss.
Parallel dazu fordern Bürgerinitiativen seit Jahren eine Reduktion der erlaubten Höchstgeschwindigkeit von derzeit 80 auf 50 km/h. Damit könnte nach ihrer Ansicht auch ein Zebrastreifen eingerichtet werden.
Die Behörden lehnen eine solche Maßnahme bisher ab. Der betreffende Abschnitt befindet sich offiziell nicht im Ortsgebiet und gilt außerdem nicht als Unfallhäufungspunkt. Die Debatte über mehr Sicherheit an der B 94 dürfte die Region daher noch länger beschäftigen.