Kampf um das letzte freie Seeufer am Ossiacher See

Freiluftgalerie entlang des Weges zum Seepark neben dem Steinhaus.

Am Ossiacher See in Kärnten entstand an der Steinhauswiese eine neue Freiluftgalerie, die auf die zukünftige Nutzung des letzten freien Seeuferstreifens am Ossiacher See aufmerksam macht. Die Bürgerinitiative, die sich für den Erhalt der unberührten Steinhauswiese einsetzt, sieht in dem etwa 15 Meter breiten Uferbereich eine Chance für einen frei zugänglichen öffentlichen Raum.

In den vergangenen Wochen arbeiteten Studierende der Universität für Bodenkultur Wien vor Ort und veranstalteten verschiedene Workshops. Die entstandenen Kunstwerke und Installationen entlang des Weges zum Seepark neben der Steinhauswiese zeigen unterschiedliche Ideen und Perspektiven zur künftigen Entwicklung des Areals. Laut Andrea Spendier von der Bürgerinitiative sollen diese Arbeiten die Öffentlichkeit zur Diskussion anregen.

Ein zentrales Anliegen der Initiative ist der dauerhafte Schutz des 15 Meter breiten Seeuferstreifens. Man appelliert an die Kärntner Landesregierung, diesen Bereich mit rund 2000 Quadratmetern von einer künftigen Verpachtung auszunehmen und stattdessen an die Seeuferkommission zu verkaufen. Dadurch könnte der freie Zugang zum See dauerhaft gesichert werden.

Der Abbruch der bisherigen Investorensuche eröffnet laut Antrag die Möglichkeit, die Nutzung des Uferstreifens unabhängig von einem Vergabeverfahren festzulegen und so den öffentlichen Seezugang im Sinne der verfassungsrechtlichen Ziele nachhaltig zu schützen.

Für das übrige 15.000 Quadratmeter große Areal der Steinhauswiese besteht hingegen die Option, durch die Kärntner Beteiligungsverwaltung einen Investor zu finden. Dennoch sprechen sich viele Anrainer gegen eine Bebauung des letzten freien Seegrundstücks am Ossiacher See aus und setzen sich für den Schutz des Naturraums ein.