Feriendorf am Ossiacher See unter der Lupe.
Kärntner Landtag untersucht Verkauf des ehemaligen ÖGB-Feriendorfs am Ossiacher See.
Der Kärntner Landtag befasst sich derzeit in einem Untersuchungsausschuss mit dem Verkauf des ehemaligen ÖGB-Feriendorfs am Ossiacher See. Im Mittelpunkt steht der Verdacht, dass Landesvermögen zu einem unangemessen niedrigen Preis veräußert wurde.
Das Feriendorf wurde um rund 4,7 Millionen Euro an einen Wiener Investor verkauft. Dieser verpflichtete sich im Gegenzug, 23 Millionen Euro in den touristischen Betrieb zu investieren. Das Areal liegt jedoch bis heute brach. Da im Kaufvertrag keine Rückkaufvereinbarung vorgesehen war, blieben spätere rechtliche Schritte des Landes erfolglos.
Auch die Vorgeschichte des Verkaufs wird im Ausschuss beleuchtet. Bereits der ursprüngliche Ankauf des Objekts durch das Land Kärnten vor rund 13 Jahren war Gegenstand eines Untersuchungsausschusses. Dabei wurde festgestellt, dass das Land rund 22 Millionen Euro zu viel bezahlt hatte. Zudem wurden erhebliche Kick-back-Zahlungen bekannt.
Der von der FPÖ Kärnten beantragte Untersuchungsausschuss wurde am 15. Juli 2026 offiziell eingesetzt. Bis 23. September 2026 sollen sämtliche relevanten Akten, Protokolle und Schriftstücke an das Gremium übermittelt werden. Die ersten Einvernahmen von Auskunftspersonen sind für Oktober 2026 vorgesehen.
Dem Untersuchungsausschuss gehören neun Abgeordnete der im Kärntner Landtag vertretenen Parteien an. Als Antragsteller stellt die FPÖ den Vorsitzenden, der das Gremium leitet.
Ziel der Untersuchung ist es, die Entscheidungsabläufe rund um den Verkauf, die Vertragsgestaltung, die wirtschaftlichen Folgen für das Land Kärnten sowie die Verantwortung der damals handelnden Personen umfassend zu klären.