Dunkle Gewitterwolken über Bodensdorf und Steindorf

Die ÖWR warnt vor Gefahren beim Baden

Österreichische Wasserrettung Kärnten

Baderegeln: Wichtige Infos und Tipps rund ums Baden

Nach den tragischen Badeunfällen in Kärnten, bei denen bereits drei Menschen ums Leben kamen, warnt die Österreichische Wasserrettung (ÖWR), Landesverband Kärnten, eindringlich vor den Gefahren beim Baden und Schwimmen. Markus Bräuhaupt, Landesleiter der ÖWR Kärnten, betont: „Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei den Angehörigen, Familien und Freunden der Verunglückten.“

Viele Menschen zieht es gerade an den ersten heißen Tagen des Jahres an Kärntens Seen, Flüsse und Freibäder. Dabei werden die aktuellen Bedingungen oft unterschätzt: Während die Lufttemperaturen häufig 30 Grad oder mehr erreichen, liegen die Wassertemperaturen vieler Gewässer noch unter 20 Grad. Diese starken Temperaturunterschiede können den Kreislauf stark belasten und selbst erfahrene Schwimmerinnen und Schwimmer in Gefahr bringen.

Bräuhaupt erklärt: „Viele unterschätzen, wie belastend kaltes Wasser für den Körper ist. Springt man aufgeheizt vom Badesteg ins kalte Wasser, kann es innerhalb weniger Sekunden zu Kreislaufproblemen oder einem Kälteschock kommen.“ Deshalb appelliert die Wasserrettung jetzt besonders an umsichtiges Verhalten und gegenseitige Aufmerksamkeit.

Wichtige Tipps der ÖWR Kärnten:

  • Langsam an das Wasser gewöhnen: Nach längerer Sonneneinstrahlung niemals abrupt ins kalte Wasser springen, sondern sich erst langsam abkühlen und dann schrittweise ins Wasser gehen. Hektische Sprünge vom Beckenrand sind speziell zu Saisonbeginn gefährlich.
  • In Ufernähe und nahe Stegen bleiben: So kann im Notfall schnell reagiert und sicherer Halt gefunden werden.
  • Schwimmhilfen und Schwimmbojen verwenden: Diese erhöhen die Sichtbarkeit und bieten bei Erschöpfung eine wichtige Hilfe – nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene bei längeren Schwimmstrecken.
  • Kinder niemals unbeaufsichtigt lassen: Auch im flachen Wasser dürfen Kinder und Nichtschwimmer nie ohne Aufsicht sein. Ertrinkungsunfälle verlaufen oft lautlos und können schnell passieren.
  • Eigene Leistungsfähigkeit realistisch einschätzen: Kaltes Wasser, Hitze und körperliche Belastung wirken zusammen. Weite Strecken sollte man nicht alleine schwimmen.
  • Ausreichend trinken und auf den Kreislauf achten: Sonnenschutz, genügend Flüssigkeit und Pausen im Schatten helfen, gesundheitliche Probleme zu vermeiden.
  • Wetterumschwünge beachten: Wind, Wellen und Strömungen können gefährlich werden. Bei drohender Gefahr sollte man sofort das Ufer aufsuchen.
  • Im Notfall sofort den Notruf 130 verständigen und, wenn möglich, Erste Hilfe leisten. Dabei genau den Standort angeben und andere um Hilfe bitten. Eigene Sicherheit darf dabei nicht vernachlässigt werden.

Markus Bräuhaupt fasst zusammen: „Ein sicherer Badetag beginnt mit Eigenverantwortung. Wer aufmerksam bleibt, die Tipps beachtet und Risiken ernst nimmt, schützt sich und andere.“ Die ÖWR Kärnten bittet alle Badegäste, diese Hinweise zu beherzigen, um Tragödien künftig zu verhindern.